Mit diesen 6 ayurvedischen Tipps stärkst du jetzt deine Gesundheit

Ayurveda ist eine über Jahrtausende überlieferte Wissenschaft, die sich mit der menschlichen Lebenskraft beschäftigt. Übersetzt aus dem Sanskrit bedeutet Ayurveda so viel wie „Wissen vom Leben“. Der Ursprung des traditionellen Wissens ist in Indien. Heute ist Ayurveda als ganzheitliche Heilmethode bekannt. Die Behandlung ist darauf ausgerichtet, die Lebenskraft im Körper zu unterstützen und so das Entstehen von Krankheiten zu vermeiden.

Insbesondere während des Jahreszeitenwechsels ist das Immunsystem bei vielen Menschen aufgrund schwankender Temperaturen geschwächt. In dieser Zeit treten häufig Erkältungen auf. Ayurveda kann dir dabei helfen, dein Immunsystem zu stärken und gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

Lies weiter, um mehr über Ayurveda zu erfahren und zu lernen, welche ayurvedische Tipps du einfach in deinen Alltag integrieren kannst.

Ayurveda: Das Wissen vom langen Leben

Die Grundlagen des Ayurveda sind in Jahrtausende alten Aufzeichnungen aus Indien, genannt Vedas, zu finden. Daraus geht hervor, dass sich das Universum aus fünf Elementen zusammensetzt: Luft, Feuer, Äther, Erde und Wasser. Diese Elemente sind in unterschiedlichen Proportionen in jedem Lebewesen wiederzufinden.

Im Menschen wirken drei sogenannte Doshas, die mit den natürlichen Elementen resonieren: Vata (Äther und Luft), Pitta (Feuer) und Kapha (Erde und Wasser). Die Doshas steuern das gesamte Geist- und Körper-System. Jeder Mensch verfügt über alle drei Doshas, jedoch ist die Gewichtung individuell unterschiedlich. Meist sind ein oder zwei Doshas vorherrschend.

Jeder Mensch hat ein einzigartiges Dosha-Gleichgewicht. In diesem Zustand arbeiten die Lebensenergien optimal: Der Organismus ist gesund. Wenn das Dosha-Gleichgewicht allerdings über einen längeren Zeitraum gestört ist, werden die natürlichen Körperfunktionen gestört. Als Folge können Krankheiten entstehen.

Herbst ist Vata-Zeit

Der Herbst bringt trockenes, kühles und windiges Wetter. Das Leben zieht sich zusammen: Wir verbringen mehr Zeit in unseren Wohnungen oder Häusern, es herrscht weniger Aktivität im Innen und Außen.

Das resoniert mit den Vata-Eigenschaften: Vata ist luftig, kalt, trocken, unregelmäßig, beweglich und leicht. Eine Grundregel des Ayurveda lautet Gleiches verstärkt Gleiches. Das heißt, dass sich im Herbst Vata in jedem Menschen, unabhängig von seiner individuellen Konstitution, verstärkt.

Wenn Vata überproportional gesteigert wird, gerät der ganze Organismus aus dem Gleichgewicht. Typische Beschwerden bei zu hohem Vata sind Verdauungsprobleme, Gliederschmerzen, kalte Hände und Füße, Immunschwäche, Erkältung und Abgeschlagenheit.

Um diese Symptome zu vermeiden, können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, die Vata reduzieren.

Ayurvedische Tipps, um im Herbst gesund zu bleiben

1. Genieße deftiges, reichhaltiges Essen.

Jetzt kannst du ohne schlechtes Gewissen deftig essen. Eintöpfe, Suppen, Nudelgerichte und Aufläufe sind zu dieser Jahreszeit genau das Richtige. Das Verdauungsfeuer, welches im Ayurveda Agni genannt wird, ist jetzt stärker als zu anderen Jahreszeiten. Jetzt viel leichte Speisen wie Salate und Rohkost zu essen, würde dazu führen, dass Agni Körpergewebe abbaut und Vata weiter stärken. Achte auch darauf, dass möglichst alle Malzeiten – auch das Frühstück – warm sind.

2. Achte auf einen regelmäßigen Tagesablauf.

Menschen mit einer vorherrschenden Vata-Konstitution fällt es schwer, eine tägliche Routine einzuhalten – dabei würde ihnen genau das gut tun. Im Herbst sollten alle Menschen unabhängig von ihrem Dosha-Typ auf einen regelmäßigen Tagesablauf achten, da dies Vata reduziert. Sehr wichtig ist es, zu regelmäßigen Zeiten Mahlzeiten einzunehmen.

4. Verwende wärmende Gewürze.

Durch Pitta-Lebensmittel wie rotes Fleisch oder scharfe Gewürze wird die Wärme im Körper verstärkt. Da Agni stark ist, können diese Lebensmittel jetzt leichter verdaut werden als im Frühling oder Sommer. Zu empfehlen sind Knoblauch, Ingwer, Chili und Zimt. Auch gewürz-basierte, wärmende Getränke wie Goldene Milch wirken, vor allem vor dem Zubettgehen, Vata-reduzierend.

5. Trag eine Mütze, wenn du das Haus verlässt.

Sehr viel Energie und Wärme wird über den Kopf abgegeben. Menschen, die zu kalten Händen und Füßen neigen sollten darauf achten, im Herbst und Winter draußen eine Mütze zu tragen. Der Kopf ist einer der wichtigsten Vitalbereiche im Ayurveda. Ihn zu schützen, wirkt sich direkt auf die Lebensenergie aus.

6. Gönne dir eine ayurvedische Ölmassage.

Vata ist luftig und beweglich. Das manifestiert sich in Vata-Typen durch exzessives Nachdenken und Problemen sich auf eine Sache zu fokussieren. Öl ist mit seinen schweren und stabilisierenden Eigenschaften ein gutes Gegenstück zur Vata-Beweglichkeit. Eine Massage mit Öl wirkt erdend, entspannt und beruhigt.

7. Werde ruhig.

Beschäftige dich jetzt mit Dingen, die den Geist beruhigen und Vata reduzieren. Meditation, Yoga und Tai-Chi helfen dir dabei. Auch Lesen, Musik hören oder kreative Arbeiten können den gleichen Effekt haben. Versuche, bewusst die Hektik und nach außen gerichteten Aktivitäten des Sommers hinter dir zu lassen und die Energie nun nach innen zu richten.

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